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Komorbiditäten

Literatur

Symptome vom Kleinkindalter bis zu Jugendlichen

Eine Depression bei Kindern festzustellen ist nicht einfach. Gerade jüngere Kinder können ihre Gefühle noch nicht vergleichen und erkennen kaum, dass Sie trauriger und unruhiger als andere Kinder sind.



Auch wenn Sie Älter sind, sprechen Jugendliche nicht viel mit Ihren Eltern darüber und versuchen dies oft zu verstecken. 



Daher ist es für Erwachsene schwer, die Symptome zu erkennen. 



Symptome: Bei Kleinkindern, die keine Bezugsperson haben und keine Geborgenheit spüren, stellt man meist fest, dass diese schlecht wachsen, oft apathisch wirken und sich langsamer entwickeln als Gleichaltrige. 



Später merkt man, das sie entwicklungsverzögert sind, lernen spät laufen und sprechen, werden sehr spät sauber und haben wenig feinmotorische Geschicklichkeit.



Im Kindergarten sind sie oft ängstlich und haben Trennungsangst. 



Je älter die Kinder werden, umso deutlicher werden auch die Symptome. Im Schulalltag verspüren jüngere Kinder Niedergeschlagenheit, sind resigniert und ängstlich. Sie haben Schuldgefühle, Konzentrationsschwierigkeiten und sind sehr selbstkritisch.
Oftmals  wirken sich diese Symptome auf das Verhalten und die Leistungsfähigkeit der Kinder aus und führen zu weiteren Symptomen. Der Verlust von Motivation, der Begeisterung für interessante Dinge, das Interesse und der Aufmerksamkeit und die Unfähigkeit, sich auf etwas zu konzentrieren, beeinträchtigen meist die schulischen Leistungen. Erst dadurch fallen diese Kinder den Eltern oder Lehrern auf.

Depressive Kinder sind nicht in der Lage, ihre Freizeit richtig zu gestalten. Sie spielen sehr wenig und verbringen auch sehr wenig Zeit mit Gleichaltrigen Kindern. Wenn sie mit anderen spielen, fallen sie oft durch aggressives Verhalten auf und können sich nur sehr schwer auf andere Kinder einstellen.

Manche  Kinder allerdings sind sehr unruhig, zappeln herum und versuchen, ihre Stimmung hinter einer Maske  zu verstecken. Es passiert oft, dass dieses Verhalten mit ADS/ ADHS verwechselt wird.

Wenn Kinder in die Pubertät kommen, kann man sehr schlecht beurteilen, ob es eine Phase der Pubertät ist oder ob es Symptome einer Depression sind.



Sie sind oft himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, verschlossen, gereizt, grüblerisch oder gelangweilt, mit der Welt unzufrieden. Jugendliche ziehen sich häufig von Erwachsenen zurück und sind ihnen gegenüber misstrauisch. Sie würden nicht zugeben wollen, dass Sie sich schlecht fühlen und versuchen ihren Kummer in Alkohol oder Drogen zu verarbeiten. Körperliche Symptome können Kopfschmerzen und Essstörungen sein, was bei Mädchen sehr oft zu einer Magersucht oder Bulimie führen kann.


Symptome nach Alter sortiert


Symptome je nach Alter von Kleinkind bis Jugendlicher:


1-3 Jahre



  • Wirkt oft traurig, das Gesicht ist ausdruckslos

  • ängstlich und schüchtern

  • Weint schnell oder wird schnell zornig

  • keine Lust zu spielen

  • Schläft schlecht

3-6 Jahre



  • Wirkt traurig oder apathisch

  • Zieht sich zurück oder reagiert aggressiv

  • Leidet unter Alpträumen, wacht nachts oft auf

  • keine Freude am Spielen, kann sich nicht so recht freuen

  • Verliert Gewicht oder nimmt stark zu

Schulkind



  • Erzählt, dass es traurig ist

  • Spricht über Selbstmord und Tot

  • Hat Schwierigkeiten in der Schule

  • Fühlt sich vernachlässigt

  • Hat Schuldgefühle

Jugendlicher



  • wenig Selbstvertrauen

  • Ist teilnahmslos oder ängstlich

  • Kann sich nicht konzentrieren

  • schulischen Leistungen nehmen plötzlich ab

  • Schlaf und Appetitstörungen

  • Fügt sich Verletzungen zu

  • Hat Selbstmordgedanken



Glossar

Depressionen bei Kindern