Wichtig ist, dass Eltern, Erzieher und Lehrer wachsam sind und die Anzeichen für eine Depression richtig deuten lernen. Wer den Verdacht hat, ein Kind sei depressiv, sollte unbedingt kompetente Hilfe suchen. Denn Depressionen sind ernst zu nehmende psychische Erkrankungen. Werden sie nicht behandelt, können sie tödlich enden: Auch Kinder sind oftmals selbstmordgefährdet.
Jugendliche machen während ihres Reifeprozesses zahlreiche neue Erfahrungen: die erste Liebe, Trennung, Ablösung vom Elternhaus. Dies alles bringt eine Verunsicherung mit sich, die manchmal Depressionen auslösen kann.
Besondere Risikofaktoren für Depressionen bei Kindern sind der Tod eines Elternteils, eines Bruders oder einer Schwester, Missbrauch und Vernachlässigung durch die Eltern, aber auch eine Scheidung kann ein Auslöser sein. Auch eine schwere Krankheit eines Elternteils kann zu einem Risikofaktor werden. Die Kinder entwickeln Schuldgefühle, wollen helfen, aber können es nicht und empfinden sich als zusätzliche Last.
Die Depression eines Elternteils stellt ebenfalls ein erhöhtes Risiko dar.
Depressive Eltern sind oft nicht in der Lage, die emotionalen Bedürfnisse ihrer Kinder zu befriedigen. Dies kann zu einer erhöhten Erkrankungsbereitschaft der Kinder führen, so dass die Kinder später selbst an Depression erkranken.
Die Kinder lernen von ihren Eltern. Unter Umständen übernehmen sie das depressive Verhalten in gewissen Situationen, wie bei Stress, Verlust oder Kränkung
Da Kinder von ihrer Familie abhängig sind, bedeuten für sie nicht überschaubare familiäre Änderungen eine große Bedrohung.
Situationen, die mehr Selbstständigkeit erfordern können labile Kinder aus dem emotionalen Gleichgewicht bringen.
Außerhalb der Familie kann ein Streit mit den besten Freunden oder sogar der Verlust von Freunden, der erste Liebeskummer, oder aber auch Misserfolge oder Mobbing in der Schule, im Sport oder in der Clique, zum Auslöser einer depressiven Lage werden.

